• Beate Geng

Die Schöne und der Anarchist



Buchbeschreibung:

Die ehemalige Schauspielerin Lina Woiwode erinnert sich eines Morgens, als sie einen Artikel über den verletzten Studenten Rudi Dutschke liest, unerwartet an ihre Bekanntschaft mit dem Anarchisten Erich Mühsam. Unversehens, und durch manches Glas Wein bestärkt, gerät sie in einen Strudel von Erinnerungen: an das Theater, der literarischen Bohème von München-Schwabing, der Frauenbewegung und besonders an Erich Mühsam, in dessen erotischen Bann sie verfällt. Als Stunden später ihr schauspielernder Ehemann Oskar Sima von Dreharbeiten aus München zurückkehrt, wo er gemeinsam mit Helmut Qualtinger drehte, findet er seine Ehefrau in einem höchst bedenklichen Zustand auf, der nicht nur einige Weinflaschen kostet, sondern fast ihre Ehe. Linas jahrzehntelanges Schweigen zum Verschwinden jüdischer Kollegen, zu den Verbrechen der NS-Zeit, ist aufgebrochen. Alle Wetter ziehen im Haus des berühmten Paares auf, vor allem das Donnerwetter. Gerade sie hätten es besser wissen müssen, hatten sie doch in Theaterstücken mitgespielt, die das Unheil bereits lange vorher auf sich zukommen sahen, vor allem aber hatte ihr Erich Mühsam gemahnt: „Sich Fügen heißt lügen.“ Am Ende schlafen beide trunken ein und Lina fürchtet, dass künftige Generationen vielleicht wieder alles verschlafen, neue Verbrechen verschweigen könnten.


  • Taschenbuch: 124 Seiten

  • Verlag: epubli; Auflage: 3 (23. Mai 2019)

  • Sprache: Deutsch

  • ISBN-10: 3748545800

  • ISBN-13: 978-3748545804



Über den Autor:

Detlef Romey, geboren 18.01.1962 in Mölln. Der Weg in die Kunst verlief über viele Umwege. Verheiratet bin ich mit meinem Mann Carsten Schienke. Zunächst einen Partnerschaftsvertrag vor dem Standesamt, dann eine kirchliche Segnung und am Ende die Ehe für alle. Gelebte politische Geschichte! Am Beginn meines Wirkens ein Facharbeiterzeugnis. Ich habe danach 16 Jahre in einer Werkzeugmaschinenfabrik gearbeitet und Geld verdient, um Weltreisen zu unternehmen. Ein früher Wunsch wurde verwirklicht und es gab sehr viele Abenteuer zu erleben. Dann Hausmeister, schließlich Betreuer in drei Seniorenheimen. Ein Traumjob, der meinem Naturell entspricht, Menschen zu unterhalten, deren Alltag kreativ zu gestalten. Mitten in all der Jahre in professionelle Seminare, Workshops zum Schauspieler, Sänger, Illustrator, und eine mehrjährige Ausbildung im Schreiben. Jahrzehnte auf der Bühne, fremde Texte! Irgendwann verlor ich die Lust fremde Texte auswendig zu lernen, wenngleich die Theaterarbeit irre viel Spaß machte. Meine Fantasie, Ideen, Buchprojekte, forderten mich jedoch heraus. Die Liebe zum Theater blieb! Meine sehr frühe Begeisterung für Bücher führte mich zunächst zu Karl May, bis hin zu Günter Grass. Ich wurde Mitglied der Karl-May-Gesellschaft und traf öfter Günter Grass, auch zum Gespräch in seinem Atelier. Ebenso bin ich Mitglied der Erich Mühsam Gesellschaft. Couragiert gründete ich mit Bekannten, nach den Brandanschlägen in meiner Heimat Mölln, einen Verein für Völkerverständigung. Erfolgreiche Lyrik-Seminare, erste eigene Texte, Lesungen, überzeugten mich, mich noch mehr mit dem Schreiben zu befassen. Vor allem Biografien, in Verbindung mit Zeitgeschichte, wurden zur Manie, und es folgten Biografien mit lebenden Protagonisten und verblichenen Schauspielgrößen. Anfänglich scheute ich den Buchmarkt, seine Regeln, seine Verlage! Ich verzagte und verzweifelte, bis mir klar wurde, dass es mir in erster Linie darum geht überhaupt zu schreiben, Biografien/Geschichte, nicht der Vergessenheit preiszugeben! Schreiben um des Schreibens Willen.



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